Über mich

Das Thema Umweltverschmutzung hat mich eigentlich schon mein ganzes Leben beschäftigt. Ich kann mich z. B. noch gut dran erinnern, dass ich nur selten Trinkpäckchen trinken durfte, weil es meinen Eltern „zuviel Müll“ war. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und die unberührte Natur (falls man hier in Deutschland überhaupt von sowas sprechen kann) hat mich schon immer begeistert. So kam es, dass ich ein Umweltingenieurstudium begann. Mittlerweile arbeite ich als mehr oder weniger klassische Bauingenieurin, was nur indirekt was mit Umweltschutz zu tun hat. Mein Studium hat aber in gewisser Weise meinen Horizont erweitert. Ebenso das Reisen – unsere Natur ist mit der in Norwegen oder Kanada gar nicht zu vergleichen. Umso schlimmer, wenn man mitbekommt, wie gewissenlos die Leute dort mit ihrer Umwelt umgehen (hier seien vor allem Kanadier angesprochen ;-)). Des Weiteren habe ich den Eindruck, dass seitens der Politik nur viel geredet und wenig getan wird – wirtschaftliche Interessen stehen im Vordergrund. Ich persönlich habe den Glauben in die Politik, was das angeht, ziemlich verloren und da ich dahingehend jemals wohl ohnehin nur sehr geringen Einfluss nehmen kann, möchte ich das Problem von hinten aufrollen – beim täglichen Konsum von dir und mir.

Ich bin kein Freund vom radikalen Verzicht, da ich der Meinung bin, dass das vielleicht für den Einzelnen funktionieren mag, aber für die breite Masse nicht praktikabel ist und die Lebensqualität einschränken kann. Ich denke, dass es mehr bringt, wenn viele Leute ein bisschen verzichten als wenn eine kleine Gruppe auf alles verzichtet.

Aber warum DSC_0024spreche ich eigentlich von Verzicht? Umweltfreundliches Verhalten muss nicht unbedingt Verzicht heißen. Ich merke immer wieder, dass „falsches“ Verhalten einfach durch Unwissenheit entsteht. Ein Beispiel: Leute, die Altglas in den Gelben Sack werfen, weil ein Grüner Punkt drauf ist (zugegeben, es macht tatsächlich etwas mehr Mühe, zum Glascontainer zu fahren, aber so viel nun auch wieder nicht). Dererlei Dinge passieren häufig. Und hier nun kommt dieser Blog ins Spiel. Da es oft mühsam und mit Rechercheaufwand verbunden ist, herauszufinden, wie man nun am besten Müll entsorgt, welche Produkte nachhaltig sind usw., möchte ich sozusagen diese Rolle übernehmen und über die Zeit verschiedene Informationen zum Thema nachhaltiges Verhalten im Alltag zusammenstellen und Denkanstöße liefern. Für konkrete Themenvorschläge bin ich offen und greife diese wenn möglich gerne auf. Und nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

Eure Miriam