Ein Einkauf mit Pannen

Ich bin mal wieder in Gießen unterwegs und bin daher mal wieder bei Real gewesen. Die Auswahl des auch mit den Vorstellungen meines Freundes kompatiblen Essens stellte sich als etwas schwierig heraus. Erst war ich voll happy, weil ich einige „Glasprodukte“ gefunden habe – unter anderem Rilettes, eine französische Art Brotaufstrich, die so ähnlich schmeckt wie Leberwurst und die ich in Deutschland schon ewig suche – und sogar Brötchen aus der Dose. Allerdings stellte sich heraus, dass die Brötchendose nicht aus Alu ist… Weil wir uns so lange aufgehalten haben, haben wir knapp die Öffnungszeiten der Bäckerei verpasst, sodass ich dann letztendlich Plastikbrot kaufen musste, um nicht zu verhungern (immerhin mit der Entschuldigung, dass das ja vermutlich nach Ladenschluss weggeschmissen wird). Der Einkauf sah dann so aus:

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Leider stellte sich heraus, dass trotz der akustischen Probe (ich komme mir schon immer total blöd vor, wenn ich im Supermarkt auf irgendwas rumdrücke), die Käsesticks auch in Plastik verpackt waren…

Futter für die Muskeln

Ich mache ab und zu leichtes Krafttraining und danach soll man ja Eiweiß essen. Normalerweise trinke ich Buttermilch mit selbstgemachtem Himbeersaft (schmeckt wie Fruchtbuttermilch, ist aber viel billiger und hat weniger Zusatzstoffe). Da ich gerade keine Buttermilch kaufen kann, bin ich hierauf umgestiegen:

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Das ist Käse eingelegt in Öl. Ersetzt übrigens auch gut die Salatsoße, wenn man wie ich zu faul ist, die selbst zu machen (wobei mir zugegebenermaßen die Fertigsoße aus der Flasche besser schmeckt, aber hier ist wenigstens der Käse gleich dabei).

Eat local

Das Umweltfreundlichste ist wohl immer noch, sein Essen selbst anzubauen. Ist außerdem gesund und billig. Wenn ich sehe, dass Gemüse im Supermarkt schon beinahe so teuer ist wie Fleisch, gibt mir das schon zu denken (wobei das Problem wahrscheinlich eher ist, dass Fleisch eigentlich viel zu billig ist, aber das ist ein anderes Thema). Nun habe ich mit meinem Garten natürlich gut reden, aber zumindest wenn man einen Balkon hat, kann man auch in der Großstadt so Einiges machen. Warum nicht auch Salat und Kräuter im Balkonkasten (wenn man die nicht rechtzeitig erntet, blühen sie sogar auch, höhö…)?

Darüber hinaus kann man ja auch beim Bauern nebenan oder auf dem Markt kaufen (Achtung! Aufgrund der geringen Verkaufsmengen muss das nicht unbedingt klimafreundlicher sein als importierte Ware! Auch darauf achten, was bei uns wann wächst, denn auch kühlen kann mehr Energie kosten als im Winter Ware aus dem Süden zu kaufen). Ich habe mich quasi gezwungenermaßen darauf besonnen und hole nun wie in Kindertagen artig meine Milch beim Bauern. Erstens gibts nichts Besseres als überhaupt nicht behandelte Milch und zweitens ist die Milch aus der Glasflasche, die es im Supermarkt gibt, leider teurer als die aus der Tüte…

Ein plastikfreies Wochenende?

An diesem Wochenende bin ich zu meinem Freund nach Gießen gefahren und da es dort einen Bioladen gibt, habe ich gleich mal nachgeschaut, ob ich da nicht irgendwas kaufen kann, was mir noch fehlt. Leider musste ich feststellen, dass der Laden in puncto Plastik kaum besser ist als normale Supermärkte. Zwar kann man hier das Gemüse auch in Papiertüten einpacken, aber man kann ja auch ohnehin die Tüten weglassen. Das einzig Hilfreiche, was ich gefunden habe, war ein Glas Erdnussbutter. Mmmhhh…
Ansonsten habe ich an diesem Wochenende mehrfach gesündigt, was zum einen daran lag, dass wir essen gegangen sind (was da mal in Plastik verpackt war, ist ja schwer zu kontrollieren) und dass wir bei den Schwiegereltern waren. Ich wollte meiner Schwiegermutter jetzt nicht vorschreiben, dass sie plastikfrei zu kochen hat. Genau solche Sachen sind es ja, die ich bei radikal verzichtenden Leuten anstrengend finde.
Meine Schwiegermutter hat mich übrigens noch auf diese Seite gebracht, wo es nicht nur um Plastik, sondern generell um mehr Nachhaltigkeit geht.
Bei der ganzen Plastikfreiheit darf aber nicht vergessen werden, dass auch andere Verpackungen ihre Probleme mit sich bringen können – mal davon abgesehen, dass Plastik seine Vorteile mit sich bringt, z. B. dass es nicht durchweicht oder schnell kaputtgeht. So kann Altpapierverpackung Schadstoffe enthalten, die man eigentlich nicht so gerne im Essen haben möchte und Glas verursacht aufgrund seines Gewichts höhere Spritverbräuche beim Transport. Hier der aktuellste Artikel, den ich dazu im Internet gefunden habe. Da sieht man mal wieder, wie vielschichtig dieses ganze Thema ist…

Der Versuch eines gesunden Einkaufs

Da wir zu Hause einen Gemüsegarten haben, gibt es eigentlich rund ums Jahr frisches oder tiefgefrorenes Gemüse zu essen. Wie sieht es aber aus, wenn man im Supermarkt im Winter Gemüse kaufen geht? Mein Versuch, plastikfreien Salat zu kaufen, ist leider gescheitert. Ansonsten habe ich aber eigentlich alles bekommen. Die Möhren haben mit ihrem Kraut allerdings sowohl das Kassenband als auch meine Küche verdreckt. Naja, zumindest meine Hasen haben sich über das Grünzeug gefreut.

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Wochenfazit

Nun bin ich schon über eine Woche am fasten und es klappt bisher ganz gut. Ich habe schon einige Dinge entdeckt, von denen ich nicht wusste, dass es sie auch ohne Plastikverpackung gibt. Tiefgefrorene Fertiggerichte z. B.. Bisher war ich der Meinung, dass es da nur ungewürztes Gemüse gibt. Außerdem habe ich herausgefunden, dass man sich beim Metzger meines Vertrauens die Wurst auch direkt in Dosen abwiegen lassen kann – hätte erwartet, dass sowas wegen Hygiene gar nicht erlaubt ist. Das werde ich mir auf jeden Fall merken, denn es erspart ja außerdem die Umpackerei zu Hause :D. Leider ist auch dort der Käse in der Theke immer in Plastik gewickelt, sodass dies etwas ist, worauf ich momentan wirklich verzichten muss. Auch auf den Konsum von Kaffee konnte ich zumindest unter der Woche nicht ganz verzichten. Hier muss ich noch eine Alternative finden…

Was is(s)t eigentlich mit…

Ich stelle mir nun täglich die Frage, was ich jetzt eigentlich noch essen darf. Vieles ist natürlich offensichtlich, anderes weniger. Ohne Butter aufs Brot kann ich leben, aber ich esse sehr gerne Kuchen und da man dazu Margarine braucht, die offensichtlich in Plastik verpackt ist, stellt sich die Frage: aus was ist denn nun genau die Butterverpackung, denn normales Papier ist es wohl nicht? Meine Recherchen haben Folgendes ergeben: Butter wird in Pergamentpapier, z. T. in Verbindung mit Alufolie, verpackt. Klingt für mich erstmal gut. Der Haken ist allerdings, dass man zur Herstellung von Pergament Schwefelsäure einsetzt und dass es sich aufgrund seiner (ja prinzipiell gewollten) Eigenschaften nicht fürs Papierrecyling (und soweit ich weiß nicht für anderes Recycling) geeignet ist. Wäre also herauszufinden, welche Form der Verpackung jetzt schlimmer ist. Ich behalte das mal im Hinterkopf.
In puncto Müsliverpackung, einem weiteren meiner Probleme, bin ich leider nicht schlauer geworden.

Habt ihr euch schonmal gefragt, was die Zahlen von dem Recycling-Zeichen, die auf vielen Verpackungen drauf sind, bedeuten? Ich habe hierzu eine Liste mit Recycling-Codes gefunden – sehr informativ! Vielleicht sollte ich die beim nächsten Einkauf mal mitnehmen…

Beim Googlen bin ich übrigens auf einen Laden, der ohne Verpackung auskommt, gestoßen. Finde ich super! Also falls mal jemand in Mainz ist…

Mikroplastik und ich

Auch wenn es nicht direkt was mit meiner Fastenaktion zu tun hat, habe ich mal ein bisschen zum Thema Mikroplastik recherchiert. Ein riesiges Problem, an dem wir alle nicht unschuldig sind, auch wenn wir immer schön brav den Müll trennen! Dabei bin ich auf einen Einkaufsratgeber vom BUND gestoßen. Dass Peelings Plastikteilchen enthalten, ist wohl offensichtlich. Aber dass sooo viele andere Produkte, sogar Puder, ein Problem ist, hätte ich nicht gedacht. Mal ganz davon abgesehen, dass man sich ja die Frage stellen muss, ob man eigentlich Plastik im Gesicht kleben haben möchte… Das Thema ist in der Forschung gerade sehr aktuell, übrigens auch was mein Metier, die Abwasserreinigung, betrifft. Hoffen wir, dass sich da bald etwas tut.
PS: Mein Duschgel ist übrigens durchgefallen…

7 Wochen ohne… Plastikverpackung

Ich bin nicht außerordentlich religiös, aber die Fastenzeit habe ich in den letzten Jahren eigentlich immer durchgezogen. Meist einfach mit Süßigkeiten. Nachdem das ja eigentlich nur mir selbst etwas brachte und meine Mitmenschen eher noch die schlechtere Laune ertragen mussten (nicht sonderlich christlich…) habe ich mich dieses Jahr für ein anderes Experiment entschieden – 7 Wochen ohne Plastikverpackung (=müll) um Lebensmittel. Dass ich nicht ganz auf Plastik verzichten möchte, hat einen einfachen Grund – schonmal jemand Zahnpasta oder Shampoo im Glas gefunden? Darauf möchte ich, auch im Hinblick auf meine Mitmenschen, nicht gern verzichten :-D…

Warum Plastikmüll ein Problem ist, ist sicher jedem klar. Falls nicht, habe ich hier nochmal ein paar Fakten zusammengestellt.

Ich denke übrigens nicht, dass ich wirklich alles oder doch zumindest die alltäglichen Dinge durch Nicht-Plastikprodukte ersetzen kann. Aber ich möchte herausfinden, wie viel problemlos geht und welche Auswirkungen auf den Geldbeutel das hat.

Hier seht ihr den Plastikmüll von einer Woche von mir: Foto 26.01.16, 17 44 14

Auch wenn da natürlich viel Luft dabei ist, finde ich das schon ganz schön viel, zumal ich eh schon immer versuche, nicht so viel Verpackung zu kaufen.

 

 

 

Und hier ein Teil meines Alternativeinkaufs (ich habe schonmal den Eindruck, dass es teurer war als normalerweise…):

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Ob Alu nun die umweltfreundlichere Alternative ist, darüber kann man sicher streiten. Auf jeden Fall lässt es sich gut recyclen.