Plastic to go

Neulich habe ich im Radio gehört, dass sie in Marburg jetzt eine „Klimaschutz-Kaffeebecher“-Initiative in einigen Cafés, Restaurants und Bäckereien gestartet haben und statt den üblichen To-go-Bechern Mehrwegbecher zum Ausspülen anbieten. Finde ich ziemlich cool. Eigentlich war ich ja immer der Auffassung, dass die Becher (jetzt mal abgesehen von dem Deckel) wenigstens aus Pappe sind, aber ist ja eigentlich logisch, dass das nicht sein kann, dann würden sie ja durchweichen. Ich habe das gleich mal in der Bäckerei verifiziert (die Verkäuferin hat mich etwas komisch angeguckt, als ich gesagt habe, ich brauche keinen Deckel, aber ich bin doch sehr stolz auf mich, dass ich trotz meiner Tollpatschigkeit in der Lage war, während der Fahrt im Auto Kaffee zu trinken und nicht alles zu verschütten). Bin gespannt, wie sich die Aktion entwickelt. Es ist natürlich die Frage, ob man den Becher unbedingt gerade dann dabei hat, wenn man ihn braucht. So oft, wie ich mir Kaffee kaufe, wäre das bei mir sicher nicht der Fall.
Als Ex-Student habe ich auch mal (ganz untypisch für meine frühere Studentenzeit :-) ) einen Tag in der Unibib Gießen verbracht. Da haben sie sowohl Pfand als auch Aufpreis auf Pappbecher. Auch an der Uni Kassel gibt es einen Aufpreis, wenn ich mich recht erinner, und solche Mehrweg-Thermotassen gibt es auch. Tja, auch wenn man als Student doch irgendwie recht unbedarft durchs Leben geht, ich habe schon so den Eindruck, dass die meisten schon etwas weiter denken als nur bis zum nächsten Mülleimer. Das ist übrigens ein wesentlicher Grund, dass ich das Studentenleben ab und zu wirklich vermisse.

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