Plastic World

Zum Thema Plastik und Umwelt- und Gesundheitsprobleme gibt es eine Doku aus dem Jahr 2009 – Plastic World – danke an meine Schwester für den Hinweis. Sehr sehenswert, auch wenn der Film für mich nicht so viele Überraschungen beinhaltete. Ich finde es allerdings sehr bedenklich, dass die Leute, die Lebensmittel in Plastik verkaufen, offensichtlich nicht wissen (können), welche Stoffe genau enthalten sind. Das sollte einen zumindest skeptisch stimmen, auch wenn man darüber streiten mag, ob die Gesundheitsschädlichkeit nun bewiesen ist oder nicht.

Ein Leben ohne Plastiktüten?

Autofahren bildet mich immer sehr, da ich dabei mal dazu komme, hr INFO zu hören (leider habe ich nur einen sehr kurzen Weg zur Arbeit, daher bin ich auch so ungebildet :-D). Heute habe ich eine Sendung zum Thema Selbstverpflichtung des Einzelhandels zu kostenpflichtigen Plastiktüten gehört. Ihr habt sicher auch schon davon gehört. Es geht um eine zunächst freiwillige Abgabe (also für die Einzelhändler) auf Plastiktüten, die wahrscheinlich noch in diesem Monat aktuell wird. Ich finde das eine sehr gute Maßnahme. Sicher geht es nicht immer ohne Tüten, vor allem bei Spontaneinkäufen, aber dann tun ja 15 Cent auch nicht weh. Ich hoffe, dass es zumindest mehr zum Nachdenken anregt. Auch wenn auch laut dem Beitrag festzustellen ist, dass die Tüten auch im Supermarkt, wo sie ja schon kostenpflichtig sind, oft in Anspruch genommen werden. Ich habe allerdings oft eine Tüte dabei und bin oft nicht schnell genug, an der Kasse zu sagen, dass ich keine brauche – dann bin ich zu bequem, der Kassiererin zu sagen, dass sie meine Sachen doch bitte wieder rausnehmen soll. Zukünftig hat sich zumindest das Problem sicher erledigt.

Interessant in dem Beitrag fand ich übrigens, dass es eine Abgabe in anderen Ländern z. T. schon lange gibt – wo doch wir Deutschen angeblich immer die Vorreiter beim Umweltschutz sind. Selbst in Kalifornien! Vielleicht muss ich meine Meinung von den Amis doch nochmal revidieren :D…

Den Podcast der Sendung findet ihr hier.

Ich frage mich allerdings, warum die Leute so viele Tüten einfach wegschmeißen. Bei mir dienen sie in 95 % der Fälle zumindest noch als Müllbeutel (wobei die regulären Müllbeutel natürlich mengenmäßig weniger Müll sind). Und wo packen die Leute ihre ganzen anderen Sachen rein?! Z. B. dreckige Schuhe?

WeGreen

Facebook hat mir letztens in Erinnerung gerufen, dass ich ja Fan von WeGreen bin. Das ist ein Unternehmen, das Produkte anhand von Noten auf Nachhaltigkeit (und damit sind in diesem Fall auch soziale Aspekte gemeint) bewertet, sodass man sich als Verbraucher direkt ein Bild machen kann. Ich finde die Idee super – entspricht ja quasi meiner Philosophie. In der Uni hatte ich das Glück, quasi im Rahmen einer Vorlesung mal den Gründer Maurice Stanszus kennenzulernen. Wenn ich mich recht erinner, ein BWLer und daher eigentlich nicht die Art Mensch, mit der ich auf einer Wellenlänge bin :-D… Aber ich fand ihn ziemlich überzeugend und bin sicher, dass die Infos seriös sind.

Neuerdings gibt es auch ein Add-on für verschiedene Onlineshops wie Otto, Zalando und Amazon, durch das man direkt die Bewertung neben einem Produkt sieht. Da ich mal wieder neue Klamotten brauche, habe ich das direkt ausprobiert. Leider waren alle schönen Sachen schlecht oder gar nicht bewertet, was die Entscheidung eher erschwert als erleichtert hat (zu Deutsch: ich habe nichts gekauft :-D). Naja, ich arbeite dran und WeGreen sicherlich auch. Festhalten kann ich jedenfalls mal wieder, dass auch die teuren Klamotten nicht zwingend nachhaltiger sind als die Billigware (jedenfalls nicht die der „Standardmarken“, Bioklamotten gibt’s natürlich schon, aber die sind ja meistens noch teurer).

Frohe Ostern!

Heute ist die Fastenzeit vorbei. Ich muss sagen, es ist mir längst nicht so schwer gefallen wie mein übliches Schokolade-Fasten :-)… Ich habe ein paar neue Plastikvermeidungsstrategien gefunden und festgestellt, dass man üblicherweise doch fast alles im Plastik kauft. Hier mein Fazit, inwiefern ein Leben ohne Plastikverpackungen um Lebensmittel möglich ist:

  • Man kann eine Menge tun, um auf den Großteil des Plastiks zu verzichten, ohne auf besonders viel an Essen verzichten zu müssen (wenn man mal von Gummibärchen, Chips und Ähnlichem absieht, aber das ist ja eigentlich eh ungesund). Das hängt allerdings in meinem Fall auch damit zusammen, dass zu Hause Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten vorrätig waren. Es muss aber abgewägt werden, ob die Alternative überhaupt umweltfreundlicher ist.
  • Komplett auf Plastik zu verzichten, ist allerdings quasi unmöglich. Ich selbst habe ja z. B. Plastikdeckel beim Salatöl oder so ausgeklammert. Ich sage quasi, da wohl auch ein Leben ganz ohne Müll prinzipiell möglich ist. Gegenwärtig muss man dazu aber wohl Einsiedler werden.
  • Wenn man auswärts isst, ist das Ganze eigentlich unkontrollierbar. Aber das ist wohl keine Überraschung.
  • Ohne Plastik wird Vieles teurer. Was mitunter aber auch an besserer Qualität/Bio etc. liegt.

Auf was ich mich jetzt am meisten freue? Käse :-D… Insbesondere auf meinem Brot für die Arbeit, da es mir die veganen Aufstriche nicht wirklich angetan haben. Und die Tatsache, nicht mehr so viel nachdenken zu müssen. Ansonsten werde ich mich aber an meine Erfahrungen erinnern und weiterhin versuchen, möglichst wenig Plastik einzukaufen.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Endspurt

Nur noch 2 Tage! Gestern habe ich Schokoosterzeug gekauft und ich war mal wieder geschockt, wie viel Müll dabei entstanden ist…

Ein ein bisschen anderes Thema, was mit meiner Fasterei aber mehr oder weniger zusammenhängt, hat jetzt unser Ernährungs- und Landwirtschaftsminister aufgegriffen. Wegen der Lebensmittelverschwendung will er jetzt das Mindesthaltbarkeitsdatum abschaffen. Finde ich eine sehr gute Idee, wobei ich mich ja frage, wie viel es nützt, bzw. wie viele Leute direkt nach dem Ablaufen ihre Lebensmittel wegschmeißen, ohne z. B. mal dran zu riechen. Aber es würde bestimmt weniger Müll direkt in den Läden entstehen. „Intelligente Verpackungen“, die den Zustand der Lebensmittel quasi überprüfen, sind aber sicher förderlich.

Nochmal zum Kaffee

Heute war ich vor der Arbeit beim Arzt und habe die Gelegenheit genutzt, um mal auszuprobieren, ob man den Kaffee in der Bäckerei auch grundsätzlich in eigene Becher abgefüllt bekommt. Und ja, es ist kein Problem! Großer Vorteil mit dem Thermobecher: Der Kaffee war noch warm, als ich auf der Arbeit ankam bzw. als ich ihn nach meiner „Eingewöhnungsphase“ getrunken habe. Und ja, wir haben auch eine Kaffeemaschine im Büro, aber der Kaffee ist jetzt nicht so meeega lecker…

Ein Kuchen (fast) ohne Plastik

An der Arbeit hatte ich eine harte Woche und die Tatsache, dass ich vor lauter Stress und Verpeiltheit vergessen hab, einzukaufen, führte dazu, dass ich keine plastikfreie Schokolade mehr hatte (während noch eine Ritter Sport vom letzten Kollegengeburtstag neben mir lag). Das war ziemlich hart :D.

An diesem Wochenende habe ich es nun endlich geschafft, einen fast plastikfreien Kuchen gebacken – d. h. wenn man vom Deckel der Ölflasche und der Tatsache, dass die Backpulvertütchen in Folie als Paket zusammengefasst sind, absieht. Eigentlich ganz ok. Für die meisten Kuchen braucht man ja leider trotzdem Margarine, aber ich finde, für die Menge Margarine ist die Menge an Plastikverpackung noch halbwegs ok.

 

Dies und das

Von dieser Woche gibt eigentlich nicht viel zu berichten. Aber ich habe ein wenig Input von außen bekommen. Hier ein Artikel aus dem Stern von einer, die eine ähnliche (wenn auch radikalere) Aktion gestartet hat wie ich. Die Erfahrungen sind eigentlich ähnlich.

Dann noch ein Artikel aus dem Spiegel, über plastikfressende Bakterien. Äußerst interessant! Bin gespannt, ob das eine (Teil-)lösung sein kann.

Für eine Vereinsaktion hatte ich dieses Wochenende geplant, einen plastikfreien Kuchen zu backen. Im Grunde gar nicht so kompliziert, wenn man nur Grundzutaten verwendet (also keine Nüsse oder Aromen oder sowas) und ein Rezept mit Öl statt mit Margarine findet. Leider musste ich ein wenig umdispunieren, weil das Rezept mengenmäßig nicht gereicht hätte. Aber ich kam trotzdem fast ohne Plastik aus. Kuchenbacken ist also kein großes Problem. Mit Torten sieht das Ganze natürlich schon wieder etwas anders aus…

 

 

 

Plastic to go

Neulich habe ich im Radio gehört, dass sie in Marburg jetzt eine „Klimaschutz-Kaffeebecher“-Initiative in einigen Cafés, Restaurants und Bäckereien gestartet haben und statt den üblichen To-go-Bechern Mehrwegbecher zum Ausspülen anbieten. Finde ich ziemlich cool. Eigentlich war ich ja immer der Auffassung, dass die Becher (jetzt mal abgesehen von dem Deckel) wenigstens aus Pappe sind, aber ist ja eigentlich logisch, dass das nicht sein kann, dann würden sie ja durchweichen. Ich habe das gleich mal in der Bäckerei verifiziert (die Verkäuferin hat mich etwas komisch angeguckt, als ich gesagt habe, ich brauche keinen Deckel, aber ich bin doch sehr stolz auf mich, dass ich trotz meiner Tollpatschigkeit in der Lage war, während der Fahrt im Auto Kaffee zu trinken und nicht alles zu verschütten). Bin gespannt, wie sich die Aktion entwickelt. Es ist natürlich die Frage, ob man den Becher unbedingt gerade dann dabei hat, wenn man ihn braucht. So oft, wie ich mir Kaffee kaufe, wäre das bei mir sicher nicht der Fall.
Als Ex-Student habe ich auch mal (ganz untypisch für meine frühere Studentenzeit :-) ) einen Tag in der Unibib Gießen verbracht. Da haben sie sowohl Pfand als auch Aufpreis auf Pappbecher. Auch an der Uni Kassel gibt es einen Aufpreis, wenn ich mich recht erinner, und solche Mehrweg-Thermotassen gibt es auch. Tja, auch wenn man als Student doch irgendwie recht unbedarft durchs Leben geht, ich habe schon so den Eindruck, dass die meisten schon etwas weiter denken als nur bis zum nächsten Mülleimer. Das ist übrigens ein wesentlicher Grund, dass ich das Studentenleben ab und zu wirklich vermisse.

Die spinnen, die Amis…

Noch ein kleiner Nachtrag zu gestern: Als Schokoholic war ich äußerst erfreut, auch Nutella im Glas gefunden zu haben. Allerdings war das (da bio und fair gehandelt) auch übelst teuer, sodass ich schon ein bisschen schockiert war, wie viel Geld wir insgesamt ausgegeben haben (und das lag leider nicht maßgeblich am Alkohol).

Da mein Freund nach dem Sport gerne Beeren isst und ich die gefrorenen aus der Tüte ja gerade nicht essen kann, haben wir welche aus dem Karton gekauft. Ich muss sagen, ich bin begeistert. Auch wenn ich gerade nicht den Preis von frischen Beeren im Kopf habe, weiß ich doch, dass ich die immer total überteuert finde (vermutlich, weil ich sie normalerweise im Garten in Massen kostenlos kriege) und finde die gefrorenen eine gute Alternative. Die sind dann nämlich auch nicht schon halb vergammelt. Einfach lecker um sie z. B. unter Joghurt zu mischen.
Mein Freund ist gestern auf diesen Artikel gestoßen, wo sich der Autor darüber aufregt, dass es in Amerika geschälte Orangen in Plastikdosen zu kaufen gibt. Ohne Zweifel total krank, allerdings finde ich es nicht unbedingt besser, wenn man in Deutschland abgepackten Obstsalat kauft (der meiner Meinung nach auch viel zu überteuert ist). Naja, wir Deutschen sind ja leider in vieler Hinsicht nicht mehr weit entfernt von dem amerikanischen Wahnsinn…